Alternative zu Einmalwaschlappen: Waschtücher selbst nähen

Seit einiger Zeit beschäftige ich mich extrem mit dem Thema „Nachhaltigkeit“ und strukturiere unseren Familienalltag komplett um. Dazu gehört auch, dass ich immer wieder schaue, wo wir viel und auch unnötigen Müll produzieren und wie ich den mit schönen und nachhaltigen Ideen ersetzen kann. Dieses Mal habe ich eine Alternative zu Einmalwaschlappen gesucht und mit selbstgenähten Waschtüchern gefunden.

Eines vorweg: Ich benutze sehr gerne Waschlappen. Bei uns sind sie täglich für die Gesichtsreinigung unserer Löwenkinder im Einsatz, bei unserer Kleinen für eine schnelle Katzenwäsche zwischendurch und auch ich nutze sie täglich. Da ich bei jedem von uns täglich einen frischen Waschlappen verwende – ein Tick von mir, weil ich es sonst schlichtweg unhygienisch finde – gehen mir öfter mal die frischen Waschlappen aus. Und ja, ich merke das natürlich immer, wenn es soweit ist und nicht schon einen Tag vorher…

Das Resultat: Ich greife auf die Schnelle auf herkömmliche Einmalwaschlappen zurück und habe jedes Mal ein gaaanz schlechtes Gewissen.

Natürlich hätte ich an dieser Stelle auch einfach einen Stapel Waschlappen nachkaufen zu können. Das wäre aber zu einfach gewesen. Außerdem mag ich es, Dinge, die ich schon besitze zu neuen Dingen umzufunktionieren (Stichwort Upcycling) und auf meine Bedürfnisse anzupassen. Und ich wollte eine Alternative zu Einmalwaschlappen, die kleiner und weniger voluminös ist als normale Waschlappen und dazu noch den Hauch eines Erfolgserlebnisses versprüht, weil sie selbst gemacht sind. 😀

Also, lass uns einfach mal starten:

Tutorial: Alternative zu Einmalwaschlappen ganz einfach selbst nähen

Für die Einmalwaschlappen brauchst du:

  • ein altes, aber noch flauschiges Handtuch
  • Schere, Lineal und Stift
  • farblich passendes Garn
  • Stoffband* oder ähnliches für den Aufhänger

Alternative zu Einmalwaschlappen

Als Erstes habe ich das Handtuch in 15 x 15cm große Teile geschnitten. Dabei habe ich die Verzierungen, die auf dem Handtuch waren, ausgelassen und einfach abgeschnitten, weil die Stellen zu hart sind für’s Babypopöchen. Bei einem Handtuch der Größe 50 x 70cm ergibt das 12 kleine Waschtücher.

Danach habe ich alle Quadrate mit einem Randabstand von 0,3cm mit einem Geradstich abgenäht. Ich weiß, normalerweise würde man dafür einen Zickzack-Stich nehmen, damit der Waschlappen nicht ausfranzt. Ich habe den Geradstich gewählt, weil er schlichtweg nach einigen Versuchen besser aussah.

Alternative zu Einmalwaschlappen

Nach dem Nähen lösen sich noch einige Franzen, die allerdings spätestens nach dem zweiten Waschen aufhören sich zu lösen. Dann fusselt auch nichts mehr. Kleiner Tipps: Für die erste Wäsche die Waschtücher einfach in ein Wäschenetz machen.

Als letzten Schritt habe ich dann noch kleine Aufhänger drangenäht. Peppt das Mini-Nähprojekt noch ein wenig auf, finde ich. Außerdem kannst du so deine Einmalwaschlappen wunderbar an einen Haken hängen. Ohne Aufhänger plumpsen sie leider immer runter.

Und so sehen sie dann fertig aus, meine Alternative zu Einmalwaschlappen:

Alternative zu Einmalwaschlappen

Die selbstgenähten „Einmalwaschlappen“: Nachhaltig und ZeroWaste. Und dazu noch Geld gespart.

Ich bin ganz stolz auf mein kleines Nähprojekt, das dazu noch nachhaltig ist und ohne schlechtes Gewissen auch nur einmal verwendet werden kann, bis es in der Waschmaschine landet. Unsere Wäscheberge sind durch die kompakte Form übrigens auch nicht gestiegen. Ich habe sogar den Eindruck, dass wir weniger Wäsche haben, weil wir nicht so „große“ Waschlappen verwenden.

Übrigens: Diese Alternative zu Einmalwaschlappen eignet sich auch wunderbar für unterwegs. Sie passt in jede Wickeltasche und kann auch prima als Mini-Handtuch für unterwegs verwendet werden.

Und nun verrate mir doch mal: Welche Alternative zu Einmalwaschlappen du verwendest. Hast du vielleicht auch schon welche selbst hergestellt? Wie gefällt dir meine Variante? Ich freue mich über eine Nachricht in den Kommentaren! 🙂

 

Alternative zu EInmalwaschlappen
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Nur ein kurzer Hinweis: Dieser Artikel enthält Werbung zu meinen Produkten oder auch Werbe-Links zu Produkten (erkennst Du am * hinter dem Link), die ich nutze und liebe. Ich wurde nicht dafür bezahlt, sie einzubinden! (Und auch nicht mit Erdbeeren bestochen. Leider.)


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