Naturjoghurt selber machen

Naturjoghurt selber machen – mit Gelinggarantie!

Die große Löwentochter und ich lieben Naturjoghurt. Am Liebsten zum Frühstück, oder einfach zwischendurch zum Naschen mit Früchten darin. Wie du ganz einfach Naturjoghurt selber machen kannst, zeige ich dir in diesem Artikel. 

Bevor ich das erste Mal richtig cremigen und leckeren Joghurt hatte, war das lange Zeit so eine Sache: Ich habe zig Rezepte ausprobiert, aber leider ging immer etwas schief. Entweder der Joghurt war extrem flüssig (also wie Milch), oder er hat nicht geschmeckt. Irgendwann hatte ich die Nase dann voll und habe kurzerhand mit viel ausprobieren mein eigenes Rezept entworfen. Und das funktioniert seit Jahren super! Weshalb ich mich hier mal ganz weit aus dem Fenster lehne und eine Gelinggarantie ausspreche.

Fakt ist: Joghurt ist lecker und gesund! Generell enthält jeder Naturjoghurt wichtige Inhaltsstoffe: Wasser, etwas Fett, Eiweiß, Mineralstoffe, Vitamine und Enzyme. Kalzium und Phosphor stärken die Knochen und Zähne, Vitamin B2 hilft bei der Verdauung und Vitamin B12 ist wichtig für die roten Blutkörperchen. Soweit die Theorie.

Allerdings wird es mir immer schwindelig, wenn ich bei Fruchtjoghurts den Wirrwarr an Zusatzstoffen und Zuckerzusätzen lese. Mal ganz davon abgesehen, dass die allermeisten Joghurts schön in Plastik gehüllt sind.

Weil ich wissen will, was in meinem Joghurt wirklich drin ist und mir diese Plastikbecher gewaltig gegen den Strich gehen, mache ich seit Jahren meinen Joghurt selbst.

Möchtest du also auch wissen, was tatsächlich in deinem Joghurt steckt, machst du ihn am besten selbst.

Naturjoghurt selber machen – das brauchst du dafür:

  • 1 Liter Milch mit einem Fettgehalt von mindestens 3,5%. Das kann haltbare Milch oder Frischmilch sein.
  • 150 Gramm Naturjoghurt mit einem Fettgehalt von mindestens 3,5%.
  • 7 ausgekochte Gläser mit einem Fassungsvermögen von je 150ml
  • Topf
  • Bratenthermometer*
  • Teelöffel
  • wenn vorhanden: Joghurtbereiter*

Naturjoghurt selber machen

Schritt für Schritt zum selbstgemachten Naturjoghurt

1) Wenn du Frischmilch verwendest, die Milch einmal bei geschlossenem Deckel (damit sich keine Haut bildet) aufkochen lassen und auf ca. 45°C abkühlen lassen (ebenfalls bei geschlossenem Deckel). Bei haltbarer Milch, die Milch einfach auf ca. 45°C erwärmen. Die Temperatur kannst du am Einfachsten mit einem Bratenthermometer überprüfen.

Naturjoghurt selber machen

2) Währenddessen in jedes Glas 2 gehäufte Teelöffel Joghurt füllen, so dass die 150 Gramm Joghurt gleichmäßig verteilt sind.

Naturjoghurt selber machen

3) Wenn du keine Joghurtmaschine hast: Den Backofen auf 50°C vorheizen.

4) Die auf 45°C temperierte Milch gleichmäßig auf die 7 Gläser verteilen und die Milch mit dem Joghurt verrühren.

5) Nun die Gläser für 12 Stunden mit Deckel in die Joghurtmaschine geben. Alternativ ohne Deckel in den Backofen stellen. Dabei zwischendurch immer mal wieder den Backofen ausschalten, damit es nicht zu warm ist.

Naturjoghurt selber machen

6) Nach 12 Stunden die Joghurtmaschine, oder den Backofen ausschalten und den Joghurt auf Zimmertemperatur abkühlen lassen.

7) Danach in den Kühlschrank stellen, damit er schön fest wird.

Naturjoghurt selber machenFertig!

Für die Zubereitung brauchst du etwas Geduld, weil es mehrere Wartezeiten gibt (Milch abkühlen lassen, 12 Stunden in der Maschine und dann in den Kühlschrank. Dafür funktioniert das Rezept jedoch tadellos 😉 Übrigens: Ich mache den Joghurt meistens über Nacht.

Der Joghurt hält sich theoretisch sieben Tage im Kühlschrank. Bei uns ist er allerdings spätestens nach drei Tagen aufgefuttert. Das letzte Glas Joghurt kannst du übrigens als Ansatz für die nächste Runde nehmen (also super Zero Waste). Nach maximal 5 Durchgängen solltest du wieder einen frischen Joghurt kaufen. So hast du immer leckeren, selbstgemachten, nachhaltigen und plastikfreien Joghurt zuhause 🙂

Jetzt weißt du, wie du Naturjoghurt selber machen kannst – und das mit nur zwei Zutaten. Machst du auch deinen Joghurt selbst? Probierst du mein Rezept aus? Was funktioniert bei dir?


Nur ein kurzer Hinweis: Dieser Artikel enthält Werbung zu meinen Produkten oder auch Werbe-Links zu Produkten (erkennst Du am * hinter dem Link), die ich nutze und liebe. Ich wurde nicht dafür bezahlt, sie einzubinden! (Und auch nicht mit Erdbeeren bestochen. Leider.)


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