Familienbett nachhaltig wohnen und leben als Familie
Familienleben Nachhaltig wohnen und leben

Warum wir ein Familienbett haben – obwohl wir das gar nicht wollten

Eigentlich waren wir immer der Ansicht, dass unsere Kinder ab ihrer Geburt in ihrem eigenen (Beistell-)Bett und später auch in ihrem eigenen Zimmer schlafen sollten – und nicht im Familienbett. Eigentlich. Doch wie so oft mit Kindern läuft es selten nach Plan.

Rückblickend betrachtet war das ganze Thema bei uns ein schleichender Prozess über knapp drei Jahre.

Unsere Erstgeborene schlief zu Beginn in ihrem Beistellbettchen, direkt neben mir. Vom Gefühl so, wie im Familienbett. Als das Bett zu klein wurde, bauten wir es zum Gitterbett um und ließen es direkt neben mir stehen. Irgendwann schoben wir das Bett an die Wand. Als wir wussten, dass es wieder Nachwuchs gibt und wir das Bett bald brauchen würden, bekam sie ihr Hausbett in ihrem Zimmer. Sie war begeistert und schlief die ersten Nächte dort ziemlich problemlos. Und dann begann im Hause Dinkelmama so richtig das Theater. 😀

Die große Löwentochter wurde plötzlich sehr anhänglich. Und zwar nicht tagsüber, sondern nachts. So wanderte sie nach maximal drei Stunden Schlaf mit Kissen, Decken und einer Schar an Kuscheltieren in unser Bett. Was am Ende meiner zweiten Schwangerschaft echt anstrengend war. Ich schlief sowieso kaum noch und jede Gräte tat weh. Kennst du vielleicht?

Warum Familienbett
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„Ich will nie wieder schlafen!“

Nachdem abends stundenlang Theater war („Ich will nicht schlafen! Ich will zu euch ins Bett! Ich bin nicht müde! Ich will noch kuscheln!“) und sie überhaupt nicht mehr in ihrem Bett schlafen wollte, suchten wir einen Kompromiss und fanden ihn in einer zusätzlichen Matratze. Bei uns im Schlafzimmer auf dem Boden. Damit wir überhaupt zum Schlafen kamen. Die Glückseligkeit hielt allerdings nur zwei Tage an, dann war auch das doof und wir lagen wieder zu Dritt bei uns im Bett.

Irgendwann beschloss auch unsere kleine Löwentochter, dass das so kein Zustand sei und kuschelte sich kurzerhand mit in unser Bett. Da lagen wir nun. Zu Viert auf 180cm. Mit gefühlt 20 Kuscheltieren.

Nach kurzer Zeit – genau genommen zwei Nächten – waren unsere Kinder Dauergäste in unserem Bett. Und dann hat letztendlich keiner mehr richtig gut geschlafen. Wir bewegen uns alle recht viel im Schlaf, es wurde extrem unruhig, wir waren mehrmals nachts wach. Es hatte immer einer irgendwelche Füße im Gesicht, unter sich, oder lag irgendwann am Fußende.

Nachdem unsere Große es schaffte, sich aus der Bettmitte herauszurollen, am Fußende entlang zu kullern und seitlich aus dem Bett zu fallen, war klar: Es reicht. So geht’s für uns nicht weiter. Der Dinkelpapa und ich liefen inzwischen auf dem Zahnfleisch und das ganze Thema ‚Schlafen‘ war ein einziges Martyrium.

Das provisorische Familienbett 2.0 zog ein.

Nun muss ich ehrlicherweise zugeben, dass wir zu diesem Zeitpunkt in Sachen Familienbett noch ziemlich unwissend durch die Gegend liefen. Wir wussten von Verwandten, die auch seit Jahren ein Familienbett haben, dass es das gibt, haben uns aber nie weiter damit beschäftigt. Der klassische Satz, den man sich mal als Nicht-Eltern vornahm „bei uns gibt’s sowas nicht“ haben wir da eisern durchgezogen. Was im Nachhinein betrachtet total bescheuert war.

Und ganz ehrlich? Jetzt, wo ich das alles so niederschreibe, ärgere ich mich über mich selbst. Dass wir es nicht einfach früher angenommen haben, schneller Lösungen gesucht haben. Die Schlafsituation ‚Familienbett‘ als richtig und wertvoll angesehen haben. Und stattdessen eine gefühlte Ewigkeit an engstirnigen Einstellungen festhielten, oftmals schlechte Stimmung herrschte (wegen nix eigentlich) und unsere elterlichen Nerven aufgrund von unnötigem Schlafmangel blank lagen…

So fing ich an, mich durch Internetseiten zu lesen. Erfahrungsberichte zu durchforsten und das zu hinterfragen, was bei uns nachts ablief.

Ein paar Tage schlauer und schlaflose Nächte später beschlossen wir zu ‚kapitulieren‘, unser Bett abzubauen und unsere vorhandenen drei Lattenroste mit Matratzen auf den Boden zu werfen. Wir konnten auf einen Schlag alle wieder gut schlafen. Jeder hatte ausreichend Platz und auch das Theater am Abend und in der Nacht hatte endlich ein Ende.

Dieses Familienbett-Provisorium zierte knapp zwei Monate unser Schlafzimmer, bis der Punkt da war, dass das auch nicht mehr ging. Der Dinkelpapa hatte es nämlich satt, wie ein Teenie auf dem Boden zu liegen – abgesehen davon, dass er morgens kaum aus dem Bett kam. 😉 Und ich wollte endlich wieder ein gemütliches Schlafzimmer, in dem ich mich richtig wohl fühle und mich jeden Tag daran erfreue. Dieses zusammengeschusterte Provisorium versprühte eher den Hauch von Zeltlager als eine Wohlfühloase für unsere Familie.

Familienbett Familienkoje

Und so war die Entscheidung getroffen: Wir bekommen ein richtiges Familienbett.

Und zwar nicht irgendeines, sondern eines, das das Schlafzimmer zum Hingucker macht und man morgens vernünftig aufstehen kann.

Denn: Unsere ‚Kapitulation‘ gefiel uns jeden Tag besser. Die Kinder schliefen problemlos ein, wir kamen in ein vorgewärmtes Bett, schliefen wieder gut und konnten morgens kuschelnd in den Tag starten. Ein Träumchen.

Und so kam eins zum Anderen. Davon habe ich dir hier schonmal ganz kurz erzählt.

Nun ziert seit Monaten ein wunderschönes Familienbett von Familienkoje unser Schlafzimmer und wir sind super glücklich! Und nicht nur das: Es fühlt sich auch alles verdammt richtig an.

Erzähle doch mal: Schlaft ihr auch in einem Familienbett? Und kennst du auch einige Punkte, von denen ich dir erzählt habe?

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